| FAQ | |
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Wie muss ich mir
das vorstellen, dass eine wildfremde Person, ohne mich zu kennen,
meine Geschichte wissen soll? Als ich zum ersten mal davon gehört habe, dass da, mittels einer Aufstellung, fremde Menschen Auskunft über meine Geschichte geben sollen, war ich zugegebenermassen nicht nur skeptisch, sondern ich habe es schlicht abgelehnt. Doch meine Neugier siegte und ich liess mich auf das Abenteuer eines Informationsabends ein. Ich erlebte dort genau das, was man mir beschrieben hatte und ich war ziemlich perplex… Nicht nur das, sondern mir war auf einmal klar, dass ich Familien- und Strukturaufstellungen in meine therapeutische Arbeit integrieren muss. Wissenschaftlich gibt es noch keine befriedigende Erklärung für das Phänomen, dass Stellvertreter, in einer Aufstellung, Zugang zu Empfindungen und Gefühlen von Personen bekommen von denen sie nichts wissen, geschweige denn sie kennen. Allerdings macht man beim Aufstellen genau diese Erfahrung. Man spricht vom „wissenden Feld“. Ein interessanter Versuch einer wissenschaftlichen Gruppe kam wenigstens zu einem Teilergebnis. Man schloss eine Übungsgruppe an ein EEG (Messgerät für Hirnströme) an und stellte bei jedem Teilnehmer ein individuelles Muster fest. Nachdem die Stellvertreter ausgewählt und in Position aufgestellt waren, begannen die Wellenmuster der Stellvertreter ein ähnliches und letztendlich ein gleiches Wellenmuster zu erreichen. Dies verdeutlicht, dass mit den Stellvertretern etwas vor sich geht, was nicht genau fassbar ist, allerdings bestätigt es, dass etwas vor sich geht. |
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Wenn sich meine
Gehirnströme verändern, muss ich dann nicht befürchten, dass ich die
Kontrolle verliere? Als erstes ist festzuhalten, dass dies Veränderungen sind, die Sie nur dahingehend wahrnehmen, dass Sie Empfindungen und Gefühle erleben, die ganz offensichtlich nicht zu Ihnen, sondern zum System, in welchem sie Stellvertreter sind, gehören. Wenn Sie eine Rolle stellvertreten, dann bleiben Sie immer Sie, und Sie können auch entscheiden wie viel Sie zulassen wollen. Es kann es sich ergeben, dass durch eine stellvertretende Rolle sehr überwältigende Gefühle oder Körperreaktionen hervorgerufen werden, besonders dann, wenn es sich um ein sehr belastetes System handelt. Das kann beim ersten Mal zu einer geringen Verunsicherung führen. Diese Unsicherheit weicht aber der Erfahrung, dass der Leiter achtsam damit umgeht und den Stellvertreter auch immer wieder fragt, ob er seine Rolle noch halten kann und möchte. |
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Kann es sein, dass
ich aus einer Rolle nicht mehr heraus komme? Es gibt Momente, da deckt sich die Geschichte des Originals sehr mit der Geschichte des Stellvertreters. Ich beschreibe dies gern mit dem Bild von zwei Geleisen. Das eine Geleise ist die Geschichte des Originals, das zweite Geleise die Geschichte des Stellvertreters. Je mehr sich die Geschichten der beiden Geleise gleichen, umso näher kommen sich diese. Es kann manchmal so nah sein, dass kaum noch Differenzen unterschieden werden können. Im therapeutischen Prozess erfährt der Stellvertreter natürlich so sehr viel für sich, was sehr heilend erlebt wird. Sollte am Schluss einer Aufstellung der Stellvertreter noch in der Rolle verhaftet sein, dann gibt es eigens Rituale und Techniken, die diese beiden Geleise wieder sichtbar machen und somit auch trennen. Dadurch löst sich der Stellvertreter wieder aus der Rolle und kann sein Thema, das da berührt worden ist zu einem späteren Zeitpunkt bearbeiten wenn er das dann möchte. Der langen Rede kurzer Sinn. Man kommt immer aus der Rolle wieder hinaus. Entweder von selbst oder aber spätestens mit Hilfe des Leiters. |
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Wird eine
Aufstellung nicht vom Leiter Manipuliert und die Stellvertreter
spielen das Theater dazu? Dazu ist meines Erachtens eine Grundlegende Überlegung notwendig. Was zeigt sich eigentlich bei einer Aufstellung genau? Gehen wir einmal davon aus es zeigt sich die Wirklichkeit. Wie erkenne ich, welche Wirklichkeit sich da zeigt? Ich gehe davon aus, dass es unterschiedliche Wirklichkeitsbewertungen gibt. Die Wirklichkeit ersten Grades und die Wirklichkeit zweiten Grades. Die erste Wirklichkeit ist das was real ist. Im übertragenen Sinne: eine Pflanze steht im Raum. Das ist eine Wirklichkeit ersten Grades. Meine Interpretation, nämlich ob die Pflanze gross, klein, schön, hässlich usw. ist, das ist eine Wirklichkeit zweiten Grades. Zurück zum Familienstellen. Was sich in einer Aufstellung zeigt, ist für mich die Wirklichkeit ersten Grades, doch meine Interpretation dessen was ich sehe, ist Wirklichkeit zweiten Grades. Um also an den Kern der Sache heran zu kommen gebe ich den Stellvertretern Sätze vor, die diese prüfen und über das was sie empfinden, mir signalisieren ob ich mit dem gehe was sich effektiv zeigt, oder ob ich meiner Interpretation aufsitze. Wenn ich also prüfend Sätze vorgebe und mit meiner Hypothese der Situation falsch lag, teilen die Stellvertreter mir das über ihre Empfindungen sehr präzise mit. Setze ich jetzt meinen Kopf durch, dann befinde ich mich in der Tat im Bereich der Manipulation. Nehme ich aber das an was wirklich ist und lasse meine Ideen dabei los, öffne ich dem Raum was sich zeigt und gehe mit dem was ist; somit bin ich also frei von Manipulation. Dadurch werden die Stellvertreter zu wertvollen Gefässen dessen was sich zeigen möchte und der Leiter zum demütigen Begleiter, der unterstützend dem folgt was ist. |
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Muss man das
Stellvertreten zuerst erlernen? Jeder Mensch, der offen ist für das was geschieht kann eine Rolle als StellvertreterIn übernehmen. Es braucht also dazu keine spezielle Begabung oder Ausbildung. Was ich allerdings schon seit Beginn meiner Ausbildung beobachtete, ist, dass Menschen, die schon in ganz vielen Stellvertretungen gestanden sind, immer wie differenzierter Auskunft darüber geben können was sie gerade empfinden und was sie bewegt. So gesehen kann man diese Fähigkeit die allen Menschen von Grund auf gegeben ist ausbauen und durch einen Erfahrungsprozess weiterentwickeln. |
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Wenn ich an einem
Aufstellungsseminar teilnehme, muss ich mich dann auch als
Stellvertreter zur Verfügung stellen? Das Stellvertreten einer Rolle ist eine ganz persönliche Angelegenheit und es ist gut, dass wenn man gebeten wird eine Stellvertretung für eine Rolle zu übernehmen, dass man in sich abwägt, ob man bereit dazu ist. Ist man dies nicht, so ist es nicht nur erlaubt sondern auch angemessen diese abzulehnen. Natürlich unterstützt man die eigenen Prozesse, sowie die eines jeden TeilnehmersIn, wenn man sich als Stellvertreter zur Verfügung stellt, doch wer sich noch ganz unsicher fühlt, darf selbstverständlich auch an einem Seminar teilnehmen mit der Option generell nicht als StellvertreterIn zur Verfügung zu sein. |
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Ich habe Angst
meine Familie Aufzustellen, weil wenn da was raus kommt was ich bis
jetzt nicht wusste, habe ich ja nachher vielleicht plötzlich ein
Problem. Nun, wer an eine Aufstellung geht nur um seine Neugier zu befriedigen, könnte theoretisch davon ausgehen. Beim Aufstellen handelt es sich aber um ein ernsthaftes und ernstzunehmendes Simulationsverfahren. Dies für nur blanke Neugier einzusetzen wäre aus meiner Sicht ein Missbrauch dieser Arbeit. Ausserdem verhält es sich so, dass wenn ein Anliegen sehr schwach oder auch unpräzise formuliert ist, meistens auch die Aufstellung entsprechend kraftlos ist. Man kann sich nun vorstellen was das Resultat einer Aufstellung aus reiner Neugier ist. |
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Wenn ich jetzt aber
ein Anliegen habe und es zeigt sich plötzlich noch etwas neues, habe
ich dann nicht noch mehr Probleme? Nein. Solange sie in der Leidenshaltung sind handeln sie nicht. Da sie aber in Erwägung ziehen eine Aufstellung zu machen sind sie bereits auf dem Weg zu handeln. Entschliessen sie sich nun dazu und stellen auf, handeln sie aktiv und bewegen sich schrittweise Richtung Veränderung. Sie konfrontieren sich mit dem, was ihnen Schwierigkeiten bereitet. Oft verhält es sich doch so, dass man im Leben immer wieder dieselben Schritte macht, die letztendlich wieder zum gleichen Problem führen. Man kommt da irgendwie nicht mehr raus und weiss nicht woher das kommt. Durch den Aufstellungsprozess erhalten sie ein neues Bild der Situation, was auch mit einschliessen kann, dass sich da noch mehr zeigt nämlich das, was ganz dringend dazugehört. Dadurch ist es nicht einfach ein weiteres Problem, sondern eine Bereicherung. Die Aufstellung macht man ja gerade deshalb um die verborgenen Dynamiken zu erfahren und je mehr sich von dem, zum Problem dazugehörigen, zeigt umso detaillierter ist das Bild. Dadurch, dass man jetzt auch diese zusätzliche Information hat, ist der Horizont erweitert und bietet somit eine optimale Grundlage zur Lösung. |
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Jetzt habe ich ein
Bild für die Lösung. Wie löse ich aber dann mein Problem? Schon in der Aufstellung selbst werden Schritte zur Lösung erarbeitet. In manchen Fällen ergibt es sich auch, dass eine Aufstellung nicht mehr weiter geht und scheinbar keine Lösung möglich ist. Meine Erfahrung und auch die vieler Berufskollegen ist die, dass auch eine solche Aufstellung im Klienten sehr stark nachwirkt und sich dadurch positive Veränderungen in seinem Leben einstellen können. |
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Das heisst, wenn
ich eine Aufstellung zu einem Problem oder Anliegen gemacht habe,
dann brauche ich nur zu warten bis sich die Wirkung einstellt und
mein Problem ist dann gelöst? Das ist eine sehr provokative und zugleich speziell gute Frage, denn genau diese erhitzt sehr viele Gemüter in der Diskussion um das Familienaufstellen. Bert Hellinger sagt dazu, dass nach einer Aufstellung seine Arbeit getan ist und der Rest ist das Vertrauen in die Weisheit der Seele des Klienten. Philosophisch betrachtet stimme ich dieser Haltung durchaus zu. Vom Therapeutischen denken her halte ich diese Aussage für sehr riskant und kann ihr nur teilweise zustimmen. Ich durfte sehr oft erleben, dass eine Aufstellung tatsächlich ohne therapeutische Vor- und Nacharbeit ihre Wirkung entfalten konnte und das Problem danach gelöst war. Allerdings habe ich ebenso die Erfahrung gemacht, dass eine therapeutische Begleitung nach einer Aufstellung durchaus sinnvoll und in manchen Fällen auch notwendig ist. Deshalb bieten wir jedem der aufgestellt hat die Möglichkeit bei uns die Themen nachzubearbeiten. Natürlich bereiten wir auch alle die das wünschen auf die Aufstellung vor. |
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Ich habe gehört,
dass Bert Hellinger ziemlich ablehnend mit Klienten umgeht, die ihr
Anliegen nicht genau formulieren können. Was ist denn ein richtiges
Anliegen? Ja, diese heftige Gangart Bert Hellingers ist mir bestens bekannt. Ich konnte sie bestens studieren wenn ich zu Lehrgängen bei ihm war. Das verblüffende für mich war, dass er tatsächlich in fast allen fällen eine positive therapeutische Wirkung dabei erzielte und die Klienten meistens am nächsten Tag genau auf den Punkt gekommen sind. Dies ist sein Weg und ich denke auf diese Art und Weise kann nur er ihn gehen. Mein Weg ist ein anderer. Einerseits kläre ich in einem Vorgespräch schon einmal die Richtung ab und erarbeite dann während des Seminars mit dem Klienten zusammen die Formulierung des Anliegens. Generell ist das Anliegen das Problem oder Thema, welches sie am stärksten beschäftigt und von dem sie sich wünschen, dass eine Veränderung eintritt. Wichtig dabei ist, dass es um sie geht. |
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Heisst das, dass
wenn es um ein Thema meines Kindes geht, dass mein Kind an so ein
Seminar kommen muss? Es kann manchmal sehr heilsam für die ganze Familie sein, wenn das Kind bei seiner Aufstellung dabei ist, dies muss aber im Einzelfall abgeklärt werden und vor allem organisiert sein, denn das Kind käme nur für seine Aufstellung in die Seminargruppe. Generell können aber Eltern für ihre Kinder eine Aufstellung machen, wenn sie dazu bereit sind zu verstehen, dass sie als Systemgründer die Ursachen in das System eingebracht haben. |
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Wenn ich eine
Aufstellung mache, was zeigt diese dann genau? Zusammenfassend möchte ich dies so beantworten. Der Klient bringt ein Anliegen, welches er mit dem Leiter auf einen Punkt bringt wo die höchst mögliche Kraft darin wirkt und stellt dies nun nach der Auswahl der Stellvertreter auf. Die Stellvertreter bewegen sich nun in Körper- und Gefühlsempfindungen, welche Auskunft über das gestellte Anliegen und das dazugehörige System geben. So betrachtet zeigt sich die Wirklichkeit des Systems. Nun erarbeitet der Leiter unter Berücksichtigung der Fakten, die der Klient mitbringt, unter Berücksichtigung dessen was die Stellvertreter sagen und unter Berücksichtigung der Ordnungen der Liebe, ein Bild, welches den Stellvertretern und somit auch den Ordnungen, den Fakten und der Liebe gerecht wird und dem Klienten eine Lösung und Basis zur Veränderung vermittelt. |
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Wie und wann setzt
die Wirkung einer Aufstellung ein? Eine jede Aufstellung ist so individuell wie wir Menschen Individuen sind. Durch die Aufstellung werden zuvor verborgene Dynamiken, welche Blockaden und Hindernisse verursachen sowie Einflüsse, welche Muster begünstigen, sichtbar. Oft zeigen sich Dinge, die wir entweder gar nicht oder ganz anders wahrgenommen haben. Durch diese Erkenntnis verändert sich für die Klienten die Sichtweise der Dinge. Sie bekommen ein anders inneres Bild. Schon alleine dadurch verändert sich ihr Verhalten gegenüber dem Umfeld, was wiederum zur Folge hat, dass das Umfeld sich neu einstellen muss. Dies sind Schritte, die sich manchmal sehr schnell einstellen. Dabei sprechen wir aber von einem Geschenk. In vielen Fällen ändert sich nur langsam etwas. Nämlich genau in dem masse, wie Bewusstsein und Seele bereit sind das Erlebte zu verinnerlichen und zu verarbeiten. |
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Muss man religiös
sein oder einer bestimmten Gruppe angehören um eine Aufstellung
machen zu können? Dies kann ich mit einem entschiedenen Nein beantworten. Auch wenn Lebensphilosophien und religiöse Aspekte in der Therapie wirksam werden, handelt es sich um eine therapeutische Methode und nicht um Religion. |
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Kann ich eine
Aufstellung alleine machen, oder müsste mein Lebenspartner auch
dabei sein? Grundsätzlich können sie ein Aufstellungs-Seminar immer alleine besuchen. Hier gebe ich gerne folgendes zu bedenken. Wenn es sich um ein Anliegen in der Partnerschaft handelt, dann empfehle ich dringend die/den Partnerin/Partner mitzubringen. Voraussetzung ist natürlich, dass die/der Partnerin/Partner damit einverstanden ist. Bei anderen Anliegen empfehle ich es immer, dass auch die/der Partnerin/Partner dabei ist, denn dadurch sieht sie/er in welche Richtung sie sich weiterentwickeln und kann sie und ihre Veränderungen dadurch besser nachvollziehen. |
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Ich habe
keine/keinen Partnerin/Partner, wäre es gut wenn ich einen Freund
oder eine Freundin mitbringe? Auch hier gilt, grundsätzlich können sie ein Aufstellungs-Seminar alleine besuchen. Oft beobachte ich, dass es förderlich sein kann, wenn man eine Begleitperson mitbringt, welcher man vertraut und mit welcher man sich auch in den Pausen austauschen kann. Deshalb spricht meines Erachtens nichts dagegen. |
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Ist das gut wenn
ich meinen Therapeutin/Therapeuten mitbringe? Auch hier spricht keine prinzipielle Notwendigkeit dafür, doch kann das in verschiedenen Fällen für den weiteren therapeutischen Prozess sehr hilfreich sein, deshalb begrüsse ich es immer sehr, wenn sich Klienten mit ihrer Therapeutin/Therapeuten anmelden. |
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Wenn ich eine
Familienaufstellung machen möchte, muss dann meine ganze Familie
teilnehmen? Nein normalerweise reicht es, wenn die Person kommt, die gerne für sich etwas verändern möchte. Allerdings habe ich es erlebt, dass wenn sich eine ganze Familie dazu entschlossen hatte, die Aufstellungen etwas ganz besonderes waren und die Familie dadurch sehr reich beschenkt wurde. |
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Was mache ich wenn
ich im Seminar jemanden treffe, den ich kenne? Das kommt ganz auf sie an. Wenn sie nicht möchten, dass diese Person so persönliche Dinge über sie erfährt, was ich sehr gut verstehen kann, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine wäre, diese Person zu bitten während ihrer Aufstellung eine Kaffeepause zu machen. Eine andere wäre, dass sie sich entscheiden nicht aufzustellen. In jedem Fall bin ich sicher, dass sich für so eine Situation immer eine, für alle Beteiligten, gute Lösung finden lässt. |
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Was denken andere
über mich, wenn ich mein Anliegen vorbringe? Grundlegend entzieht sich dies meiner Kenntnis. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Alle SeminarteilnehmerInnen die Anliegen anderer genauso ernst genommen haben wie das eigene. Ausserdem gibt es in Aufstellungsseminaren sehr schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das kommt unter anderem daher, dass man als TeilnehmerIn auch Stellvertretungen übernimmt und so immer wieder an Schicksalen der Anderen TeilnehmerInnen Anteil hat. |
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Es gibt Seminare
die dauern 4 Tage und andere wieder nur 2 Tage. Weshalb? Das hat ganz unterschiedliche Gründe, die meist vom Leiter abhängig sind. Ein ganz offensichtlicher ist die Teilnehmerzahl. Wenn man sich für die unterschiedlichen Anliegen angemessen Zeit nehmen möchte kommt man bei einer Gruppe von 20-25 Teilnehmerinnen/Teilnehmern die gerne eine Aufstellung machen wollen, in 2 Tagen einfach nicht durch. Ich arbeite mit maximal 10 Teilnehmerinnen/Teilnehmern die eine eigene Aufstellung machen wollen. Daraus ergibt sich eine maximale Anzahl von 10 Begleitern. Aufgrund dessen dauern meine Seminare 2 Tage. |
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Weshalb muss ich
bezahlen, wenn ich nur als BegleiterIn ohne eigene Aufstellung
mitkomme? Diese Frage ist berechtigt, da man aus erster Sicht davon ausgeht, dass man ja nur begleitet. Das interessante bei den Aufstellungen ist ja dies, dass jeder der an so einem Seminar teilnimmt, viele Facetten aus unterschiedlichen Familiensystem erfährt. Dies verstärkt sich oft noch dadurch, dass man als Stellvertreter gewählt wird. Diese Erfahrungen decken sich oft verblüffend mit eigenen Themen aus dem eigenen System. Auf diese Weise darf man als BegleiterIn neue Erkenntnisse für das eigene Leben erfahren. Dass diese Erfahrungen auch ohne Aufstellung weiterwirken ist glaube ich selbstredend. |
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Wie kann man das
Aufstellen denn in einer Einzelsitzung praktizieren? Dazu gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Zum einen kann man mit Figuren arbeiten, die man auf dem Tisch aufstellt und zum anderen mit Bodenankern. Ein Bodenanker ist zum Beispiel ein Blatt Papier auf welchem der Name und die Blickrichtung der entsprechenden Person aufgeschrieben ist. Dann positioniert man dieses Blatt wie bei einer Aufstellung auf dem Boden im Raum. Was beide Varianten gemeinsam haben ist, dass vor allem die/der Klientin/Klient sich in die einzelnen Positionen einfühlen muss und unter Mithilfe der/des Therapeutin/Therapeuten das System erforscht und ein Ordnungsbild erarbeitet. |
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Hat die
Einzelsitzung den gleichen Erfolg wie ein Aufstellungsseminar?
Prinzipiell hat eine Einzelsitzung den gleichen Erfolg wie ein Seminar. Es ist einfach eine andere Art zu arbeiten. Da wo es dann in ganz komplexe Themen mit vielen Beteiligten geht, sind der Einzelsitzung allerdings auch Grenzen gesetzt. |
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Ich würde gerne
aufstellen, doch meine finanzielle Lage erlaubt es mir nicht, können
sie mir mit dem Preis etwas entgegen kommen? Das Lichtstrahl-Zentrum hat für Teilnehmer, deren finanzielle Lage schwierig ist, entsprechende Möglichkeiten eingerichtet. Setzen sie sich mit uns in Verbindung um genaueres zu erfahren. |
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Bei welchen Themen
kann denn eine Familien- oder Strukturaufstellung hilfreich sein?
Jegliche Form von Familienkonflikten Probleme in Beziehungen und Partnerschaft Probleme in der Sexualität Kinderlosigkeit, Adoption, Abtreibung Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern Scheitern im Beruf Gefühlen von Überforderung Wiederkehrende Probleme am Arbeitsplatz Körperliche Beschwerden Depressionen Migräne Essstörungen Sucht Gefühlszuständen wie: Schuld, Scham, Wut, Trauer, Todessehnsucht, Einsamkeit… Immerwiederkehrende, sie behindernde Ereignisse wie zum Beispiel häufige Unfälle Traumata wie: Krieg, Tod, Heimatverlust, Verbrechen, Missbrauch, Gewalt, Unfälle... Schwere Krankheit ( Unterstützung bei der Heilung oder im Umgang damit) Situationsanalyse, Lösung von Blockaden, Stabilisierung des Selbstbewusstseins und des Selbstvertrauens, Begleitend zu anderen Therapien. Wie wir aus den System-Dynamiken erkennen können, übernehmen Kinder, aus Dankbarkeit und Liebe für das grosse Geschenk des Lebens, sehr oft die Lasten der Erwachsenen. Dies kann zu Schulschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten (z.B. ADS oder ADHS), Sucht und Suizidgefährdung, Bullemie, Anorexie, Adipositas etc. führen. Eine Aufstellung kann die verborgenen Dynamiken, welche das Kind belasten, ans Licht bringen und gleichzeitig können so auch Lösungswege sichtbar werden. |
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